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Interview
Interview mit der Diakoniestation Mit Silvia Fisser sprach die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis, Pfarrerin Dipl.Theol. Ruth Levin Frau Fisser, Sie leiten seit 15 Jahren die Diakoniestation Dinslaken, die ihre Geschäftsstelle in Hiesfeld hat. Wer kann die Leistungen Ihrer Station in Anspruch nehmen? Die Leistungen kann jeder Bewohner aus dem Raum Dinslaken/Voerde/ Hünxe in Anspruch nehmen. Wie ist das Verfahren, wenn ich die Dienste der Diakoniestation in Anspruch nehmen will? Die Patientin/ der Patient ruft hier an. Oft nehmen auch Angehörige oder die Überleitungsschwester aus dem Krankenhaus den Erstkontakt auf. Daraufhin führen wir einen Hausbesuch durch und besprechen mit dem Patienten und den Angehörigen gemeinsam: welche Leistungen wünscht er/sie? Welche Leistungen möchten die Angehörigen durchführen? Und wer übernimmt die Kosten? Besteht schon eine Pflegestufe oder werden die behandlungspflegerischen Leistungen von einer Krankenkasse bezahlt? Soll eine Pflegestufe erst noch beantragt werden, unterstützen wir auch dabei. Sie haben gerade selbst schon die Frage der Kosten angesprochen. Was muss ich für Ihre Dienste bezahlen? Die Leistungen werden von der Krankenkasse, der Pflegeversicherung, vom Sozialamt oder aber privat vom Patienten bezahlt. Bei uns ist es so, dass jeder Patient im Vorfeld weiß, ob oder in welcher Höhe Privatleistungen auf ihn zukommen. Wer kommt ins Haus, um mich zu pflegen, wenn ich als Patientin bei ihnen aufgenommen bin? Wir haben insgesamt über 30 Mitarbeitende, überwiegend examinierte Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und Altenpflegerinnen oder -pfleger. Die führen die Leistungen der Grund- und Behandlungspflege durch. Sie werden unterstützt von drei Pflegehelferinnen, die hauswirtschaftliche Dienste oder auch leichtere pflegerische Dienst durchführen. Dazu haben wir drei Zivildienstleistende, die Einkäufe oder Betreuungsleistungen durchführen oder bei aufwändigen Pflegen den Fachkräften Hilfestellung leisten. Das klingt nach einer verwirrend großen Zahl von Mitarbeitenden. Mit wie vielen verschiedenen Gesichtern habe ich als Patient denn pro Woche zu rechnen? Unsere Mitarbeitenden sind in Gemeindeteams aufgeteilt. Diese Gruppen bestehen nur aus 4-5 Personen. Wir versuchen von Montags bis Freitags im Früh- und Spätdienst immer die gleichen Mitarbeitenden einzusetzen. Am Wochenende wechseln sich die Mitarbeitenden dann ab, weil sie ja alle 14 Tage frei haben. Ein mehrfacher Wechsel in der Woche kommt nur in extremen Krankheitsfällen vor. Sie haben hauswirtschaftliche Dienste erwähnt. Gibt es auch Hilfe bei Einkäufen, Arztbesuchen oder Spaziergängen? Die gibt es. Diese Dienste übernehmen meist unsere Zivis. Wenn es Leistungen sind, die die Pflegeversicherung übernimmt, kosten sie die Patienten selbst nichts. Ansonsten müssen die Kosten privat getragen werden. Spaziergänge mit einem Zivi kosten einen Rollstuhlfahrer z.B 8 € je angefangener Stunde. Stellen Sie bei Bedarf auch Kontakt zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern her? Schon im Erstgespräch klären wir, ob die Betreffenden Kontakt zur Kirche haben, ganz gleich ob katholisch, evangelisch oder aus einer anderen Kirche. Und es wird immer gefragt ob der Wunsch nach einem Besuch durch den Pfarrer / die Pfarrerin oder durch ein Gemeindemitglied aus dem Besuchskreis besteht. Am Anfang oder auch während der Pflege. Außerdem erhalten unsere Pfarrteams alle 4-6 Wochen eine aktuelle Liste der Patienten, damit sie wissen, wer von der Diakoniestation versorgt wird. Wenn ich selbst einen Angehörigen pflege und Fragen dazu habe oder wenn ich zusätzliche Dienste brauche, an wen kann ich mich dann wenden? Auch dann sind wir Ansprechpartner. Wir helfen dann insofern weiter, dass wir Kontakt zu den Stellen herstellen, die weiter helfen können. Wir vermitteln Adressen und Telefonnummern. Z. B. vom Diakonischen Werk in Dinslaken, mit der Schuldner- oder Sozialberatung, oder anderen Diensten. Wir vermitteln Essen auf Rädern, klären ab, ob warmes Essen oder Tiefkühlkost gewünscht wird. Wir vermitteln ein Hausnotrufgerät. Wer Möbel oder Altkleider abgeben möchte wird an die Voerder Zweigstelle des DW Duisburg weiter verwiesen. So dass die Anrufenden das Gefühl haben, ihnen wird weiter geholfen. Welches Konzept steht hinter Ihrer Arbeit? Wir legen Wert auf ganzheitliche Versorgung. Das beinhaltet zum einen eine enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und Ärzten. Zum anderen heißt das: unsere Mitarbeitenden spritzen z.B. nicht nur Insulin. Sie wissen auch, ob der Patient danach etwas zum Essen im Kühlschrank hat. Wenn nicht, gehen sie auch mal Brötchen einkaufen. Kontakt zur Ev. Sozialstation Dinslaken: 24 Stunden unter der Telefon-Nr.: 02064 / 81095. Dort ist immer eine examinierte Pflegefachkraft zu erreichen, die selbst kommt oder berät, ob der Notarzt kommen muss oder die Leitung der Station über den Anruf informiert. Erste Ansprechpartner sind auch die Pfarrerinnen und Pfarrer oder die Gemeindeämter. Infomaterial liegt bei Praktischen Ärzten, in Krankenhäusern oder auch Apotheken aus.
Ruth Levin Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken Duisburger Straße 103 - 46535 Dinslaken Informationen / Kontakt
Diakoniestation Dinslaken Kirchstraße 11 - 46539 Dinslaken - Telefon: 02064 - 810 95 und 810 96 Fax: 02064 - 810 97 Mail: pflege-din@pflege4du.de Bürozeiten: Mo – Do: 8.00 Uhr – 16.00 Uhr, Fr: 8.00 Uhr – 15.00 Uhr Leitung: Silvia Fisser - Geschäftsführerin Mail: Silvia Fisser
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Interview mit der Diakoniestation Mit Silvia Fisser sprach die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis, Pfarrerin Dipl.Theol. Ruth Levin Frau Fisser, Sie leiten seit 15 Jahren die Diakoniestation Dinslaken, die ihre Geschäftsstelle in Hiesfeld hat. Wer kann die Leistungen Ihrer Station in Anspruch nehmen? Die Leistungen kann jeder Bewohner aus dem Raum Dinslaken/Voerde/ Hünxe in Anspruch nehmen. Wie ist das Verfahren, wenn ich die Dienste der Diakoniestation in Anspruch nehmen will? Die Patientin/ der Patient ruft hier an. Oft nehmen auch Angehörige oder die Überleitungsschwester aus dem Krankenhaus den Erstkontakt auf. Daraufhin führen wir einen Hausbesuch durch und besprechen mit dem Patienten und den Angehörigen gemeinsam: welche Leistungen wünscht er/sie? Welche Leistungen möchten die Angehörigen durchführen? Und wer übernimmt die Kosten? Besteht schon eine Pflegestufe oder werden die behandlungspflegerischen Leistungen von einer Krankenkasse bezahlt? Soll eine Pflegestufe erst noch beantragt werden, unterstützen wir auch dabei. Sie haben gerade selbst schon die Frage der Kosten angesprochen. Was muss ich für Ihre Dienste bezahlen? Die Leistungen werden von der Krankenkasse, der Pflegeversicherung, vom Sozialamt oder aber privat vom Patienten bezahlt. Bei uns ist es so, dass jeder Patient im Vorfeld weiß, ob oder in welcher Höhe Privatleistungen auf ihn zukommen. Wer kommt ins Haus, um mich zu pflegen, wenn ich als Patientin bei ihnen aufgenommen bin? Wir haben insgesamt über 30 Mitarbeitende, überwiegend examinierte Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern und Altenpflegerinnen oder -pfleger. Die führen die Leistungen der Grund- und Behandlungspflege durch. Sie werden unterstützt von drei Pflegehelferinnen, die hauswirtschaftliche Dienste oder auch leichtere pflegerische Dienst durchführen. Dazu haben wir drei Zivildienstleistende, die Einkäufe oder Betreuungsleistungen durchführen oder bei aufwändigen Pflegen den Fachkräften Hilfestellung leisten. Das klingt nach einer verwirrend großen Zahl von Mitarbeitenden. Mit wie vielen verschiedenen Gesichtern habe ich als Patient denn pro Woche zu rechnen? Unsere Mitarbeitenden sind in Gemeindeteams aufgeteilt. Diese Gruppen bestehen nur aus 4-5 Personen. Wir versuchen von Montags bis Freitags im Früh- und Spätdienst immer die gleichen Mitarbeitenden einzusetzen. Am Wochenende wechseln sich die Mitarbeitenden dann ab, weil sie ja alle 14 Tage frei haben. Ein mehrfacher Wechsel in der Woche kommt nur in extremen Krankheitsfällen vor. Sie haben hauswirtschaftliche Dienste erwähnt. Gibt es auch Hilfe bei Einkäufen, Arztbesuchen oder Spaziergängen? Die gibt es. Diese Dienste übernehmen meist unsere Zivis. Wenn es Leistungen sind, die die Pflegeversicherung übernimmt, kosten sie die Patienten selbst nichts. Ansonsten müssen die Kosten privat getragen werden. Spaziergänge mit einem Zivi kosten einen Rollstuhlfahrer z.B 8 € je angefangener Stunde. Stellen Sie bei Bedarf auch Kontakt zu Seelsorgerinnen und Seelsorgern her? Schon im Erstgespräch klären wir, ob die Betreffenden Kontakt zur Kirche haben, ganz gleich ob katholisch, evangelisch oder aus einer anderen Kirche. Und es wird immer gefragt ob der Wunsch nach einem Besuch durch den Pfarrer / die Pfarrerin oder durch ein Gemeindemitglied aus dem Besuchskreis besteht. Am Anfang oder auch während der Pflege. Außerdem erhalten unsere Pfarrteams alle 4-6 Wochen eine aktuelle Liste der Patienten, damit sie wissen, wer von der Diakoniestation versorgt wird. Wenn ich selbst einen Angehörigen pflege und Fragen dazu habe oder wenn ich zusätzliche Dienste brauche, an wen kann ich mich dann wenden? Auch dann sind wir Ansprechpartner. Wir helfen dann insofern weiter, dass wir Kontakt zu den Stellen herstellen, die weiter helfen können. Wir vermitteln Adressen und Telefonnummern. Z. B. vom Diakonischen Werk in Dinslaken, mit der Schuldner- oder Sozialberatung, oder anderen Diensten. Wir vermitteln Essen auf Rädern, klären ab, ob warmes Essen oder Tiefkühlkost gewünscht wird. Wir vermitteln ein Hausnotrufgerät. Wer Möbel oder Altkleider abgeben möchte wird an die Voerder Zweigstelle des DW Duisburg weiter verwiesen. So dass die Anrufenden das Gefühl haben, ihnen wird weiter geholfen. Welches Konzept steht hinter Ihrer Arbeit? Wir legen Wert auf ganzheitliche Versorgung. Das beinhaltet zum einen eine enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und Ärzten. Zum anderen heißt das: unsere Mitarbeitenden spritzen z.B. nicht nur Insulin. Sie wissen auch, ob der Patient danach etwas zum Essen im Kühlschrank hat. Wenn nicht, gehen sie auch mal Brötchen einkaufen. Kontakt zur Ev. Sozialstation Dinslaken: 24 Stunden unter der Telefon-Nr.: 02064 / 81095. Dort ist immer eine examinierte Pflegefachkraft zu erreichen, die selbst kommt oder berät, ob der Notarzt kommen muss oder die Leitung der Station über den Anruf informiert. Erste Ansprechpartner sind auch die Pfarrerinnen und Pfarrer oder die Gemeindeämter. Infomaterial liegt bei Praktischen Ärzten, in Krankenhäusern oder auch Apotheken aus.
Ruth Levin Informationen / Kontakt Informationen / Kontakt Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken Duisburger Straße 103 - 46535 Dinslaken
Diakoniestation Dinslaken Kirchstraße 11 - 46539 Dinslaken - Telefon: 02064 - 810 95 und 810 96 Fax: 02064 - 810 97 Mail: pflege-din@pflege4du.de Bürozeiten: Mo – Do: 8.00 Uhr – 16.00 Uhr, Fr: 8.00 Uhr – 15.00 Uhr Leitung: Silvia Fisser - Geschäftsführerin Mail: Silvia Fisser