Copyright by Ev. Kirchenkreis Dinslaken M E L D U N G E N
Meldungen OKTOBER 2018
Die Zukunft in den Blick nehmen Evangelische Kreissynode tagte am 12. und 13. Oktober in Walsum-Aldenrade Wie viel beim Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken in Bewegung ist, zeigte schon der Eröffnungsgottesdienst in der Ev. Kirche in Walsum-Aldenrade: Er wurde nicht wie sonst üblich von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer des Kirchenkreises gehalten, sondern von den Prädikant*innen, also den ordinierten Laienpredigerinnen und –predigern, die in den verschiedenen Gemeinden ihren Dienst tun. Angesichts der Perspektive rückläufiger Zahlen im Pfarrdienst war diese Akzentsetzung der Synode sicher schon ein kleiner Blick in die Zukunft. Auch die große Zahl der im Gottesdienst eingeführten neuen Mitarbeitenden zeigte, wie viel Veränderung stetig geschieht in der Arbeit der verschiedenen Ressorts im Kirchenkreis. Eingeführt wurden: Antje Reichow als neue Seelsorgerin der JVA Dinslaken, Reinhard Harfst als neuer Pfarrer Im Kirchenkreis, der vor allem in der Gemeinde Gahlen Vertretungsdienste versieht, sowie Mitarbeiterinnen in der Ev Kinderwelt, der Diakonie und im Verwaltungsamt: Alexandra Schwedtmann und Nicole Mehring (beide Geschäftsführung Diakonie), Monika Engfer (pädagogische Leitung Kinderwelt) sowie Annika Marhofen, Claudia Neuland, Doris Bay und Simone Bernd aus den verschiedenen Verwaltungsbereichen. Am ersten Verhandlungstag legt der Superintendent dem 65-köpfigen Leitungsgremium des Kirchenkreises traditionell seinen Bericht vor über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Und auch dieser Rückblick war ein Blick in die Zukunft. Friedhelm Waldhausen erläuterte umfassend die Arbeit der Arbeitsgruppe „Priorisierung“, die sich ein Jahr lang mit zukünftigen Schwerpunktsetzungen im Kirchenkreis beschäftigt hatte. Und Waldhausen fand klare Prioritäten: „Der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und Bewahrung der Schöpfung ist ein klarer Auftrag der Kirche auf allen Ebenen. Ebenso das Dasein für die Schwachen, für die wirtschaftlich Benachteiligten und für die Armen, sowie das Dasein für die zu uns flüchtenden und asylsuchenden Menschen. Auch gegen Hass und Gewalt gegenüber Minderheiten müssen wir als Kirche uns deutlich zu Wort melden.“ Zur Umsetzung dieser Aufgaben sieht Waldhausen sowohl die Gemeinden in der Pflicht, wie auch die hoch professionalisierten sozialarbeiterischen und pädagogischen Dienste, also Diakonie und Ev. Kinderwelt. Gerade diese Dienste werden „von einem Großteil der Mitglieder (und auch von Nichtmitgliedern)“, so Waldhausen, „intensiv…in Anspruch genommen.“ Waldhausen benannte vor allem Armut und die Verhältnisse, die Armut produzieren, als Herausforderung für Gemeinden und Diakonie und Kinderwelt. Bei der anschließenden Aussprache über den Bericht bedankte sich Flüchtlingspfarrer i.R. Gerhard Greiner vor allem für die deutlichen Worte des Superintendenten gegen den politischen Populismus. Waldhausen mahnte am Ende seines Berichtes zur Achtsamkeit gegenüber diesem Populismus, der oft gepaart sei mit verrohtem Vokabular und vereinfachendem Schwarz-Weiß-Denken. Dem darunter liegenden Gefühl von Ausweglosigkeit und dem Empfinden, den Machtverhältnissen ausgeliefert zu sein, müsse entgegen gewirkt werden durch Begegnung und Gespräch. Am zweiten Verhandlungstag nahm die Synode zunächst den Bericht der Arbeitsgruppe „Priorisierung im Kirchenkreis Dinslaken“ zur Kenntnis. Die Gruppe war auf der Synode 2017 eingerichtet worden, um die Tätigkeits- und Aufgabengebiete des Kirchenkreises unter dem Aspekt möglicher Einsparungen zu durchleuchten. Die Arbeitsgruppe stellte klar, dass im Laufe der Arbeit ein Paradigmenwechsel stattgefunden habe: Angesichts der Fülle und Reichhaltigkeit der Angebote, die die evangelische Kirche in Gemeinden, Diakonischem Werk und evangelischer Kinderwelt im Bereich des Kirchenkreises vorhält, steht vor dem „Rotstift“ die Aufgabe, diese Angebote bekannt zu machen und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Kirchenkreis zu stärken. Hierzu hat die Arbeitsgruppe „Priorisierung“ Kontakt zur „Europäischen Medien- und Business Akademie (EMBA)“ in Düsseldorf aufgenommen; die Studierenden dieser privaten Hochschule stellten sich in zwei Projektgruppen der Herausforderung, ein Dachmarkenkonzept für den evangelischen Kirchenkreis Dinslaken zu erarbeiten. Eines dieser Konzepte wurde der Synode vorgestellt und ausgiebig diskutiert. Am Ende stimmten die Synodalen zu, den eingeschlagenen Weg der Arbeitsgruppe „Priorisierung“ weiter zu verfolgen und die Öffentlichkeitsarbeit zu erneuern und auszubauen, verstärkt unter dem Gesichtspunkt der Nutzung von sozialen Medien. Ein Sommersynode im Mai 2019 wird sich mit den dann vorliegenden Ergebnissen beschäftigen. Einstimmig verabschiedet wurden auch die Haushalte von Diakonischem Werk, evangelischer Kinderwelt und dem Verwaltungsamt des Kirchenkreises. In allen Bereichen gab es erfreulicherweise Einsparungen durch vermehrte Zuschüsse oder Veränderungen in den Tätigkeitsgebieten. Dennoch bleibt die Herausforderung, zukünftig mit weniger finanziellen Mitteln die Arbeit des Kirchenkreises und seiner Gemeinden zu gestalten, im Sinne eines öffentlichen Auftrittes, der, so die Kirchenkreisbegleiterin Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrem Grußwort zu Synodenbeginn, „klar, stringent und schön“ sein soll.
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Meldungen OKTOBER 2018
Die Zukunft in den Blick nehmen Evangelische Kreissynode tagte am 12. und 13. Oktober in Walsum-Aldenrade Wie viel beim Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken in Bewegung ist, zeigte schon der Eröffnungsgottesdienst in der Ev. Kirche in Walsum-Aldenrade: Er wurde nicht wie sonst üblich von einer Pfarrerin oder einem Pfarrer des Kirchenkreises gehalten, sondern von den Prädikant*innen, also den ordinierten Laienpredigerinnen und –predigern, die in den verschiedenen Gemeinden ihren Dienst tun. Angesichts der Perspektive rückläufiger Zahlen im Pfarrdienst war diese Akzentsetzung der Synode sicher schon ein kleiner Blick in die Zukunft. Auch die große Zahl der im Gottesdienst eingeführten neuen Mitarbeitenden zeigte, wie viel Veränderung stetig geschieht in der Arbeit der verschiedenen Ressorts im Kirchenkreis. Eingeführt wurden: Antje Reichow als neue Seelsorgerin der JVA Dinslaken, Reinhard Harfst als neuer Pfarrer Im Kirchenkreis, der vor allem in der Gemeinde Gahlen Vertretungsdienste versieht, sowie Mitarbeiterinnen in der Ev Kinderwelt, der Diakonie und im Verwaltungsamt: Alexandra Schwedtmann und Nicole Mehring (beide Geschäftsführung Diakonie), Monika Engfer (pädagogische Leitung Kinderwelt) sowie Annika Marhofen, Claudia Neuland, Doris Bay und Simone Bernd aus den verschiedenen Verwaltungsbereichen. Am ersten Verhandlungstag legt der Superintendent dem 65-köpfigen Leitungsgremium des Kirchenkreises traditionell seinen Bericht vor über die Ereignisse des vergangenen Jahres. Und auch dieser Rückblick war ein Blick in die Zukunft. Friedhelm Waldhausen erläuterte umfassend die Arbeit der Arbeitsgruppe „Priorisierung“, die sich ein Jahr lang mit zukünftigen Schwerpunktsetzungen im Kirchenkreis beschäftigt hatte. Und Waldhausen fand klare Prioritäten: „Der Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden und Bewahrung der Schöpfung ist ein klarer Auftrag der Kirche auf allen Ebenen. Ebenso das Dasein für die Schwachen, für die wirtschaftlich Benachteiligten und für die Armen, sowie das Dasein für die zu uns flüchtenden und asylsuchenden Menschen. Auch gegen Hass und Gewalt gegenüber Minderheiten müssen wir als Kirche uns deutlich zu Wort melden.“ Zur Umsetzung dieser Aufgaben sieht Waldhausen sowohl die Gemeinden in der Pflicht, wie auch die hoch professionalisierten sozialarbeiterischen und pädagogischen Dienste, also Diakonie und Ev. Kinderwelt. Gerade diese Dienste werden „von einem Großteil der Mitglieder (und auch von Nichtmitgliedern)“, so Waldhausen, „intensiv…in Anspruch genommen.“ Waldhausen benannte vor allem Armut und die Verhältnisse, die Armut produzieren, als Herausforderung für Gemeinden und Diakonie und Kinderwelt. Bei der anschließenden Aussprache über den Bericht bedankte sich Flüchtlingspfarrer i.R. Gerhard Greiner vor allem für die deutlichen Worte des Superintendenten gegen den politischen Populismus. Waldhausen mahnte am Ende seines Berichtes zur Achtsamkeit gegenüber diesem Populismus, der oft gepaart sei mit verrohtem Vokabular und vereinfachendem Schwarz-Weiß-Denken. Dem darunter liegenden Gefühl von Ausweglosigkeit und dem Empfinden, den Machtverhältnissen ausgeliefert zu sein, müsse entgegen gewirkt werden durch Begegnung und Gespräch. Am zweiten Verhandlungstag nahm die Synode zunächst den Bericht der Arbeitsgruppe „Priorisierung im Kirchenkreis Dinslaken“ zur Kenntnis. Die Gruppe war auf der Synode 2017 eingerichtet worden, um die Tätigkeits- und Aufgabengebiete des Kirchenkreises unter dem Aspekt möglicher Einsparungen zu durchleuchten. Die Arbeitsgruppe stellte klar, dass im Laufe der Arbeit ein Paradigmenwechsel stattgefunden habe: Angesichts der Fülle und Reichhaltigkeit der Angebote, die die evangelische Kirche in Gemeinden, Diakonischem Werk und evangelischer Kinderwelt im Bereich des Kirchenkreises vorhält, steht vor dem „Rotstift“ die Aufgabe, diese Angebote bekannt zu machen und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Kirchenkreis zu stärken. Hierzu hat die Arbeitsgruppe „Priorisierung“ Kontakt zur „Europäischen Medien- und Business Akademie (EMBA)“ in Düsseldorf aufgenommen; die Studierenden dieser privaten Hochschule stellten sich in zwei Projektgruppen der Herausforderung, ein Dachmarkenkonzept für den evangelischen Kirchenkreis Dinslaken zu erarbeiten. Eines dieser Konzepte wurde der Synode vorgestellt und ausgiebig diskutiert. Am Ende stimmten die Synodalen zu, den eingeschlagenen Weg der Arbeitsgruppe „Priorisierung“ weiter zu verfolgen und die Öffentlichkeitsarbeit zu erneuern und auszubauen, verstärkt unter dem Gesichtspunkt der Nutzung von sozialen Medien. Ein Sommersynode im Mai 2019 wird sich mit den dann vorliegenden Ergebnissen beschäftigen. Einstimmig verabschiedet wurden auch die Haushalte von Diakonischem Werk, evangelischer Kinderwelt und dem Verwaltungsamt des Kirchenkreises. In allen Bereichen gab es erfreulicherweise Einsparungen durch vermehrte Zuschüsse oder Veränderungen in den Tätigkeitsgebieten. Dennoch bleibt die Herausforderung, zukünftig mit weniger finanziellen Mitteln die Arbeit des Kirchenkreises und seiner Gemeinden zu gestalten, im Sinne eines öffentlichen Auftrittes, der, so die Kirchenkreisbegleiterin Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrem Grußwort zu Synodenbeginn, „klar, stringent und schön“ sein soll.
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