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Meldungen MAI 2019
Licht ins Dunkel bringen Efi Latsoudi berichtet in der Dinslakener Stadtkirche über ihr Flüchtlingsprojekt auf Lesbos "Sie sind geflohen, weil sie Schutz erhofften und erleben Beschädigung und Warten." So beschrieb Efi Latsoudi, Leiterin von Lesvos Solidarity, bei einer Veranstalung des Ev. Kirchenkreises und des Eine-Welt-Ladens in der Dinslakener Stadtkirche die Auswirkung der Zustände im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. Ursprünglich war das Camp für 3000 Flüchtlinge konzipiert mit einem Aufenthalt für wenige Tage. Aktuell leben aber 5000 Menschen dort - für Monate oder Jahre. Das Camp ist zur Entstation für viele Gestrandete geworden. Es fehlt an allem, an Ärzten, an Essen, an menschenwürdiger Unterbringung. "Ich habe viele Menschen erlebt, die in gutem gesundheitlichem Zustand gekommen sind und krank wurden im Camp, vor allem krank an ihrer Seele", so Latsoudi. "Das Warten macht sie krank". Dadurch wuchs bei Efi Latsoudi und ihren Leuten der Wunsch, Licht ins Dunkel zu bringen. Sie engagieren sich seit 2001 für die Flüchtlinge, bauten Integrations- und Bildungsprojekte für die besonders Gefährdeten auf: Kranke, Schwangere oder junge Mütter. So z.B. das Projekt der Safe-Passage-Bags. Dort werden aus Schwimm- westen, die Flüchtlinge bei ihrer Überfahrt übers Mittelmeer getragen haben, Taschen genäht und verkauft. Das schafft nicht nur Jobs. Es gibt den Betroffenen auch ihre Würde und damit Kraft zurück. Darüber hinaus sind diese Taschen auch ein Symbol für die Forderung, dass kein Mensch bei der Überfahrt sterben sollte. Im sog. "Mosaik-Center", einem selbstorganisierten Flüchtlingszentrum, bietet Lesvos Solidarity für die Menschen psychosoziale Hilfe, Rechtsberatung und kreative Aktivitäten. Durch Kultur- und Bildungsangebnote sollen Integrationsprozesse erleichtert werden, da es ein Konzept zur Integration seitens der griechischen Regierung nicht gibt. Das Besondere an den Projekten von Lesvos Solidarity aber ist das Konzept der Gemeinsamkeit. So ist z. B. das Taschenprojekt oder auch ein selbst organisierter Kindergarten nicht nur für Flüchtlinge gedacht. Dort arbeiten und leben Flüchtlinge und Einwohner der Insel Lesbos zusammen. "Nur mit diesem gemeinsamen Weg können wir gewinnen", so Efi Latsoudi. Denn auch auf Lesbos kippt wie in ganz Europa die Stimmung gegen Geflüchtete immer mehr. Der Ev. Kirchenkreis Dinslaken und seine Gemeinden wollen mit Spenden zwei ganz konkrete Ziele von Lesvos Solidarity unterstützen: zum einen Fahrkarten vom Flüchtlingscamp zum etwas 11 km entfernten Mosaikcenter oder Dolmetscher für Geflüchtete. Der Eine-Welt-Laden Dinslaken unterstützt weiterhin das Taschenprojekt durch den Verkauf der Safe-Passage-Bags. Mindestens genauso wichtig, so Latsoudi, sind aber Begegnungen. Darum lädt sie Interessierte ein, das Camp zu besuchen, so wie es die siebenköpfige Delegation aus Dinslaken es im vergangenen Herbst getan hat mit einer von Pro Asyl organisierten Reise. Auf dieser Reise sind Beziehungen gewachsen - und Solidarität über Grenzen hinweg. Text: Ruth Levin Foto: Doris Regorz
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Meldungen JANUAR 2019
10 Jahre Aufsuchende Jugendarbeit Straßenfest am "Hexenhaus" zum Jubiläum. /span> Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens lädt die Aufsuchende Jugendarbeit (AJA) in Dinslaken herzlich ein mit zu feiern. Am Samstag, den 18. Mai 2019 gibt es ein Straßenfest vor dem "Hexenhaus", der Anlaufstelle der AJA auf der Kolpingstraße in Dinslaken. Um 14 Uhr wird der stellv. Bürgermeister Thomas Groß die Feierlichkeiten eröffnen. Im Anschluss laden die Mitarbeitenden Yasmin Adick, Jonas Egelkraut und Jens Seppendorf zu Kaffee und Kuchen ein. Die engen Koopera- tionspartner der AJA aus der Jugendarbeit bieten zwischen 14 und 19 Uhr ein vielfältiges Mitmach-Angebot: Ob Bastel- angebot, Airbrush-Tattoos, Kicker-Turnier oder Minitramp - es ist für jedes Alter etwas dabei. Außerdem freut sich das AJA-Team, Ausrichter der Nerd-Night- Dinslaken sein zu dürfen, die um 19 Uhr in der Garage an der Kolpingstraße startet. Bis 22 Uhr sorgen die Jungs der Kutscher- stube für feuchte Kehlen und der SC-Wacker mit seinem Grill für volle Mägen.