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Meldungen
„Ganz normale Menschen“ oder „Bestien und Befehlsempfänger“ Vortrag von Stefan Querl zur aktuellen NS-Täterforschung „Viele Vollstrecker und wenige Verweigerer“ – mit dieser Überschrift lässt sich der aktuelle Stand der NS-Täterforschung treffend zum Ausdruck bringen. Wenn man in der historischen Vermittlung von Tatorten spricht, reicht es nicht aus, allein auf frühere Konzentrationslager zu verweisen oder sich thematisch nur bei SS, Wachmannschaften und Wehrmacht aufzuhalten. Denunzieren, „Arisieren“, Deportieren, Selektieren, Kollaborieren, Profitieren, Morden, durch Arbeit und Ausbeutung vernichten oder Gleichgültigkeit zeigen, Gerüchten glauben, Illusionen und „Endsieg“-Visionen erliegen, „Dienst nach Vorschrift tun“ und gar – als eifriger Mörder oder eben auch als Schreibtischtäter - „dem Führer entgegen arbeiten“: das sind gängige und zugleich schwer fassbare Verhaltensweisen, die die Dimensionen der Verbrechen der NS-Zeit greller ausleuchten als ein rein juristischer Täterbegriff oder die überkommene Geschichtsschreibung über die „dunkle Zeit“. Von den NS-Verbrechen waren nicht nur Massen betroffen, sondern es waren auch Massen an ihnen beteiligt. Das belegen zahlreiche neue Studien, Biografien und auch Ausstellungen. Diese Ergebnisse der aktuellen NS-Täterforschung stellt Stefan Querl am 11. November im Ev. Gemeindehaus in Hiesfeld (Kirchstr. 7, Dinslaken) im Rahmen des EAB-Gesprächsabends vor. Stefan Querl widmet sich seit vielen Jahren der historisch-politischen Bildung und der Täterforschung. Er ist stellvertretender Leiter der Villa ten Hompel in Münster, einer NS-Erinnerungsstätte, die sich der Erinnerungskultur und Demokratieförderung verschrieben hat. Unter dem Titel „Gegen das Vergessen“ bietet die Ev. Kirchengemeinde Hiesfeld in Kooperation mit dem Verein „Zeugen der Zeitzeugen“ am 16.11. um 16 Uhr eine weitere Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit an: Eine jüdische Zeitzeugin des Nationalsozialismus bietet die Möglichkeit zu Begegnungen und Gesprächen.
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Meldungen JANUAR 2019
10 Jahre Aufsuchende Jugendarbeit Straßenfest am "Hexenhaus" zum Jubiläum. /span> Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens lädt die Aufsuchende Jugendarbeit (AJA) in Dinslaken herzlich ein mit zu feiern. Am Samstag, den 18. Mai 2019 gibt es ein Straßenfest vor dem "Hexenhaus", der Anlaufstelle der AJA auf der Kolpingstraße in Dinslaken. Um 14 Uhr wird der stellv. Bürgermeister Thomas Groß die Feierlichkeiten eröffnen. Im Anschluss laden die Mitarbeitenden Yasmin Adick, Jonas Egelkraut und Jens Seppendorf zu Kaffee und Kuchen ein. Die engen Koopera- tionspartner der AJA aus der Jugendarbeit bieten zwischen 14 und 19 Uhr ein vielfältiges Mitmach-Angebot: Ob Bastel- angebot, Airbrush-Tattoos, Kicker-Turnier oder Minitramp - es ist für jedes Alter etwas dabei. Außerdem freut sich das AJA-Team, Ausrichter der Nerd-Night- Dinslaken sein zu dürfen, die um 19 Uhr in der Garage an der Kolpingstraße startet. Bis 22 Uhr sorgen die Jungs der Kutscher- stube für feuchte Kehlen und der SC-Wacker mit seinem Grill für volle Mägen.